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Nachhaltiges Wirtschaften

Ist die Dekarbonisierung der Wirtschaft nur von der Politik gewollt?

Nein!

Die Dekarbonisierung ist ein Weg zu nachhaltigem Wirtschaften, weil wir es wollen! Dieser Beitrag erleichtert Ihnen einen Einstieg ins Thema:

Treibhausgase, die durch Industrie, Verkehr, Landwirtschaft oder auf natürlichem Weg freigesetzt werden absorbieren die reflektierte Wärmestrahlung der Sonne und tragen so zur Erwärmung der Atmosphäre bei. Um das Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5°C bis zum Jahr 2050 zu begrenzen, sind viele Maßnahmen möglich und nötig. Durch das Bundesverfassungsgericht wurde die Politik im Jahr 2021 aufgefordert, die Ziele konkreter zu benennen. Regierung und Unternehmen tun sich schwer damit, die Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltleistung so zu kommunizieren, dass sich daraus Handlungsanweisungen für kleinere Unternehmen ableiten lassen.

Daher müssen die Unternehmen einen praktischen Ansatz finden, aus dem sich entsprechende Maßnahmen ableiten lassen. Die Betrachtung einiger Fakten kann den Weg vorgeben:

Kosten: Durch die Einführung der CO2 Emissionszertifikate wurde ein Preisschild für die Emission von 1 Tonne CO2, bzw. einem Äquivalent eines anderen Treibhausgases in die Umwelt aufgerufen. So hat sich der Preis für ein Zertifikat zur Emission von einer Tonne CO2 seit Anfang des Jahres 2020 mehr als verdreifacht auf über 80€ in der ersten Woche des Jahres 2022 (CO2 Zertifikat, CU3RPS, Börse Stuttgart)!

Kunden: Seit 2008 hat sich die Anzahl der Kunden, die Ökostrom kaufen bis 2018 um 30% erhöht, obwohl höhere Kosten angesetzt werden müssen als beim Bezug des normalen Strommix (Quelle; Umweltbundesamt). Eine Studie der Instadrive GmbH vom Oktober 2021 zeigt, dass Kunden in Deutschland im September 2021 mehr Elektroautos als Dieselautos zugelassen haben. Und Roland Berger hat in einer großen Studie zum Thema Dekarbonisierung im April 2021 gezeigt, dass die Konsumenten nicht nur aktiv nachhaltige Produkte suchen und diese gegenüber konventionell hergestellten auch bevorzugen, sondern auch bereit sind dafür mehrheitlich höhere Preise in Kauf zu nehmen und zu bezahlen.

Strategie: Neben dem Gesetzgeberischen Zwang zur Emissionsreduzierung (bis 2030 eine Reduktion um 65% zur Basis von 1990) gelten weitere Vorgaben für die Wirtschaft. Neben den sozialen und den Aspekten für gute Unternehmensführung sind hier die operativen, umweltrelevanten Aspekte zu benennen, die langfristig die Strategie und kurzfristig in das Budget des Unternehmens Einzug halten sollten. Eine gute Strategie erarbeitet also einen Kompromiss zwischen Emissionsreduktion und Innovation mit entsprechenden Investitionen. Die Zielerreichung ergibt sich aus dem Ressourceneinsatz und der Abschätzung über den Nutzen der Einzelmaßnahmen. An dieser Stelle sei die Einführung von Managementsystemen hingewiesen, ggfs. nur der Form halber ohne Zertifizierung. Aber Managementsysteme helfen bei der systematischen Bearbeitung von Nachhaltigkeitszielen und können der ganzen Organisation einen roten Faden liefern, an der die Organisation sich zur erfolgreichen Zielorientierung ausrichten kann.

Aus diesen drei Handlungsfeldern resultieren für jedes Unternehmen Zwänge zum nachhaltigen Wirtschaften, die aber auch Chancen für eine Verbesserung der Unternehmensergebnisse, zumindest aber zur Kompensation der Zusatzkosten beinhalten und die Wettbewerbsfähigkeit deutlich verbessern. Am Beispiel der Kosten für steigende CO2 Preise wird das Prinzip kurz erklärt; Zunächst erarbeitet das Unternehmen den Umfang der Emissionen (Scope 1und 2) und versucht die indirekten Emissionen der bezogenen Waren (Scope 3) zu ermitteln. Hier bietet sich bereits die erwähnte Umweltmanagementsystematik an. Im Zusammenhang mit der Betrachtung des Lebenswegs können die relevanten Umweltaspekte definiert werden, Argumente für die Betrachtung festgelegt und die relevanten Emittenten ermittelt werden. Durch Einsatz von Datenbanken mit den aktuellen Emissionsfaktoren für einzelne Emittenten wird schnell deutlich bei welchem Prozessschritt des jeweiligen Produkts hohe Emissionen und ggfs. Kosten anfallen und wie ein Reengineering die Umweltbilanz des Produkts verbessert. Für große Unternehmen mit komplexen Prozessen und vielen Produkten sicher sehr umfangreich, aber für kleinere Unternehmen eine schnelle Übung zur Verbesserung der Umweltleistung und zum Wandel zu einem nachhaltigen Unternehmen, zumal entsprechende Werte und Datenbanken zur Verfügung stehen. Auch die Betrachtung des Lebenswegs und das Produktdesign mit entsprechender Vermeidung bzw. mit produktbezogenen Recyclingkonzepten bringt kurzfristigen Erfolg.

Sie möchten mehr erfahren? Ihre Unterstützung erreichen Sie unter:

 

ESG Consulting I Interim Management I Kunststoffverarbeitung I Technische Textilien

DR. DECHER GMBH

Otto Backhaus Str. 8

30890 Barsinghausen

Germany

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